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    Praxis Jürgen Meier

    30 Jahre Physiotherapie-Praxis Jürgen Meier

    1987 eröffnete Jürgen Meier seine Praxis für Physiotherapie mit einer Helferin, heute, 30 Jahre später, beschäftigt er 20 Mitarbeiter und die Praxis brummt. Eine Erfolgsgeschichte aus Kleineichen.

    Der Berufswunsch Physiotherapeut

    Am Anfang seiner beruflichen Karriere stand ein Schicksalsschlag: Mit 18 hatte Jürgen Meier – damals Schwimmmeister-Gehilfe mit dem Traum, Berufstaucher zu werden – einen schweren Autounfall. »Mein Fuß wurde eingequetscht und die Ärzte wollten ihn amputieren. Nur durch Intervention meiner Eltern konnte das verhindert werden«, erzählt der gebürtige Rösrather. Es folgten ein viermonatiger Klinikaufenthalt und jede Menge schmerzhafter Erfahrungen mit Krankengymnastik. In der Nachsorge traf Meier auf einen Masseur, der ihn durch behutsame Behandlung wieder fit machte – und der Berufswunsch war geboren. Es folgte die Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister, 1987 wagte der damals 27-Jährige dann den Sprung ins kalte Wasser der Selbstständigkeit. »Der Anfang war nicht ganz leicht, es hat einige Jahre gedauert, bis sich die Praxis etabliert hatte.« Drei, vier Krankengymnasten gab es damals in Rösrath, heute sind es etwa vier Mal so viel.

    Fort- und Weiterbildungen

    Von Beginn an setzte Jürgen Meier auf Aus- und Fortbildung: Machte sein Examen als Sportphysiotherapeut und später sein Staatsexamen als Physiotherapeut, 2013 folgte die Anerkennung als Heilpraktiker für Physiotherapie. Dazu über die Jahre hinweg jede Menge Fort- und Weiterbildungen in unterschiedlichen Therapieformen – unter anderem als Chirogymnast, Manual-, Bobath- und Schmerztherapeut, als Therapeut für Kiefergelenkstörungen und in Differentialdiagnostik. Die Liste ist lang und zeigt: Hier ist jemand, der den Dingen gern auf den Grund geht. Statt Berufstaucher zu werden, ist Meier also tief in die Materie der Physiotherapie eingetaucht und hat sich einen umfangreichen Werkzeug-Kasten an Wissen zugelegt. »Mich treibt immer der Wunsch an, meinen Patienten zu helfen und ihnen die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen«, sagt der jungenhafte 57-Jährige. Bei ihm klingt das nicht nach Marketing-Sprech, vielleicht wegen seiner eigenen Krankengeschichte.

    30 Jahre Berufserfahrung

    In den 30 Jahren seiner Berufstätigkeit hat sich einiges geändert. Nicht nur, dass sich das Praxisteam deutlich vergrößert hat – auch der Behandlungsansatz ist ein anderer geworden. »Früher hat man punktuell gearbeitet: War ein Problem am Lendenwirbel, wurde nur darauf geschaut. Heute wird viel ganzheitlicher gedacht. Da frage ich den Patienten auch, ob er nachts mit den Zähnen knirscht, denn viele Probleme hängen mit Kieferbeschwerden zusammen.«

    Auch der Beruf hat heute ein anderes Standing als noch vor 30 Jahren. Waren Krankengymnasten früher nur der verlängerte Arm des verschreibenden Arztes, werden sie heute von Patienten verstärkt als eigenständige Profis in ihrem Fach geschätzt.

    Doch Profitum bedeutet, permanent auf dem neuesten Stand zu sein. So befindet sich praktisch immer ein Teammitglied auf einer Fortbildung. Das Spektrum der Praxis ist dementsprechend breit und reicht von Faszientherapie, Skoliose- und Atemtherapie über Lymphdrainage bis zur Stoßwellentherapie und vielem mehr. Die Patienten wissen es zu schätzen – der Einzugsbereich der Praxis ist groß und reicht sogar bis nach Aachen.

    Von seinem beruflichen Know-how und dem seines Teams profitiert der Praxischef übrigens auch selbst: So hat er durch die Fortbildung zum Schmerztherapeuten seine Migräneattacken besser in den Griff bekommen und lässt sich von seinen Praxis-Kollegen nach einer Knie-OP behandeln – »auch wenn ich bestimmt kein einfacher Patient bin«.

    (Eva Richter)

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